Begriffe aus der Cloud-Welt

Die heute verfügbaren Betriebsvarianten sind die Public, die Private und die Hybrid Cloud. Diese Begriffe sind für viele nicht neu.

Eine "Public Cloud" zeichnet sich im Grunde durch zwei Merkmale aus: Sie ist nicht in das Firmennetzwerk integriert und wird durch einen Drittanbieter bereitgestellt. Bekannt sind Public Clouds schon seit vielen Jahren. Ein Beispiel hierfür sind E-Mail-Anbieter, die gerne im privaten Bereich genutzt werden. Diese Konten werden durch Drittanbieter in einem öffentlich erreichbaren System bereitgestellt. Über die Jahre wurden die Konten um Datei- und Fotospeicher erweitert. Einer dieser Anbieter ist seit vielen Jahren Microsoft. Mit seinem Angebot "Outlook.com" bietet Microsoft jedem Menschen auf der Welt ein kostenfreies E-Mail-Konto inklusive Dokumentenspeicher an.

Die "Private Cloud" ist das direkte Pendant zur "Public Cloud". Im Prinzip werden Private Clouds bereits seit vielen Jahren von Unternehmen genutzt und sind unter dem Namen "Rechenzentrum" bekannt. Aber worin liegt der Unterschied zwischen einer Private Cloud und einer Public Cloud? Die IT-Systeme in einer Private Cloud gehören dem Unternehmen und keinem Drittanbieter.

Als letzte Betriebsvariante ist die "Hybrid Cloud" zu nennen. Bis heute ist sie die meistgewählte Form des IT-Betriebes. Der Name verrät schon, was die Hybrid Cloud ausmacht – es ist eine Kombination aus Public und Private Cloud. Unternehmen können so ihre IT-Systeme gestalten und den Betriebsstandort frei wählen.

Pizza as a Service

Modelle des Cloud Computings:

Wird über das Thema Cloud gesprochen, werden grundsätzlich drei verschiedene Modelle unterschieden: "Infrastructure as a Service" (IaaS), "Platform as a Service" (PaaS) und "Software as a Service" (SaaS). Allerdings ist es schwierig, die einzelnen Modelle allgemeingültig zu definieren und einzelne Produkte diesen Modellen zuzuordnen.

Wann ist ein Clouddienst eine PaaS und wann eine SaaS? Wann findet der Übergang zwischen PaaS und SaaS statt? Das sind nur einige Fragen, die sich gestellt werden können – denn die Produkte bewegen sich oftmals zwischen zwei Modellen. Mit einer modernen Abstraktion lässt sich der Genuss einer Pizza auf das Cloudgeschäft übertragen.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Pizza essen. Welche Optionen haben Sie? Sie könnten sich eine Pizza aus verschiedenen Zutaten selber zubereiten, eine Tiefkühlpizza im Supermarkt kaufen und aufbacken, sich Ihre Pizza vom Lieferservice bringen lassen oder in ein Restaurant gehen und dort eine Pizza essen. Für welche Möglichkeit entscheiden Sie sich? Vor einer ähnlichen Entscheidung stehen Unternehmen, wenn sie eine neue Software-Lösung einführen möchten. Ist es für mein Unternehmen sinnvoller, eine Software selber zu entwickeln, zu mieten oder fertig zu kaufen?

Sie möchten Ihre Pizza selber zubereiten und kaufen alle einzelnen Zutaten im Supermarkt? Anschließend bereiten Sie einen Teig zu und belegen die Pizza selber? Dann nutzen Sie im übertragenen Sinne ein on-premises-Modell. Denn nicht nur die einzelnen Zutaten müssen Sie selber besorgen und zur Verfügung stellen, sondern auch den Backofen, um die Pizza zu backen. Erst dann können Sie die Pizza genießen. On-premises bedeutet, dass eine individuell und auf das Unternehmen zugeschnittene Software genutzt wird. Die Bereitstellung der Software erfolgt durch das eigene Unternehmen und nicht durch einen externen Dienstleister.

Wenn Sie es bevorzugen, eine Tiefkühlpizza im Supermarkt zu kaufen und selbst im Backofen zuzubereiten, handelt es sich um eine IaaS-Lösung. Die tiefgekühlte Pizza ist vom Hersteller bereits fertig belegt und muss von Ihnen nur noch im Backofen gebacken werden. Stellen wir den Vergleich zum Kauf einer Software her, handelt es sich um eine individuell angepasste Software, die auf einer gemieteten Hardware betrieben wird. Dem Nutzer werden alle Infrastruktur-Komponenten wie beispielsweise Server, Rechenleistung, Kommunikationsgeräte und Speicher zur Verfügung gestellt. Treten Hardwaredefekte, Elementarschäden oder Updates auf, ist der Dienstleister dafür verantwortlich. Jedoch kann der Nutzer die Software, die auf der vom Dienstleister bereitgestellten IT-Infrastruktur läuft, frei nutzen, ist aber im Gegenzug auch für die Wartung verantwortlich.

Sie lassen sich lieber Ihre Pizza vom Lieferdienst nach Hause bringen? Dann handelt es sich um eine PaaS-Lösung. Die Pizza wird verzehrfertig zu Ihnen geliefert – hinsetzen, Pizza schneiden und essen. Die Zubereitung wird komplett vom Lieferdienst übernommen. Bei der Nutzung einer Software-Lösung werden fertige Bausteine aus der Cloud bereitgestellt. Damit können Sie individuelle Anwendungen in der Cloud entwickeln, testen, nutzen und verwalten. Durch den Einsatz einer PaaS-Lösung müssen keine zusätzlichen Server oder Hardware angeschafft werden. Die fertigen Software-Bestandteile stammen aus der Cloud. So wird der Komfort für den Nutzer im Gegensatz zum IaaS Modell erhöht, denn der Dienstleister ist für die gesamte Verfügbarkeit und Wartung verantwortlich.

Die letzte Möglichkeit ist die Bereitstellung als SaaS-Lösung: Sie gehen in ein Restaurant, setzen sich an einen Tisch und bestellen Ihre Pizza. Sie müssen sich um nichts kümmern, denn die fertige Pizza wird Ihnen direkt am Tisch serviert. Im SaaS-Modell wird die Software in der Cloud ausgeführt und steht zur Nutzung bereit. Die bereitgestellten Software-Anwendungen können als Dienstleistung über das Internet bezogen werden.

Cloud - Pizza as a Service

Benutzergruppen des Cloud Computings

Administrator, Entwickler oder einfacher Nutzer? Das sind die häufigsten Benutzergruppen, die sich in einer IT-Landschaft eines Unternehmens differenzieren lassen. Aber für welchen Personenkreis ist welches Cloud-Modell geeignet?

Ein IaaS-Dienst eignet sich besonders für Administratoren, die einen Dienst von ihren eigenen Servern in die Cloud verlagern möchten. An der Umgebung ändert sich kaum etwas, denn der Administrator stellt die Dienste wie gewohnt bereit. Der einzige Unterschied ist, dass die Dienste in der Cloud laufen und nicht mehr auf den eigenen Servern. Zusätzlich wird von den allgemeinen Vorteilen der Cloud profitiert, die zuvor genannt wurden. 

PaaS-Dienste werden häufig von Entwicklern genutzt. Der Vorteil ist, dass beispielsweise Datenbanken, die für bestimmte Anwendungen benötigt werden, schnell und vor allem flexibel bereitgestellt werden können.  

Für einen einfachen Endanwender ist ein SaaS-Dienst optimal – denn Endanwender möchten sich meist wenig mit technischen Themen auseinandersetzen. Sie möchten eher einen Dienst nutzen, der bei der Arbeit unterstützt und nicht Arbeit erzeugt. Dies ist durch einen SaaS-Dienst möglich.

Nachteile bei der Verwendung des Cloud Computings

Der größte Nachteil der Cloud ist, dass ohne Internetverbindung nichts funktioniert. So ist eine stabile Bandbreite empfehlenswert, ansonsten können sich Verzögerungen beim Arbeiten ergeben. Ein weiterer Punkt ist das Thema „Datensicherheit und Datenschutz“. Wer sein Rechenzentrum in die Cloud auslagert, speichert die Daten nicht mehr im eigenen Haus. Allerdings achten seriöse Anbieter auf die Einhaltung der strengen europäischen Datenschutzbestimmungen, sodass Ihre Daten zu jederzeit optimal geschützt sind.

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